Forderungen
1. Neue Grün- & Erholungsflächen in Kalk schaffen
Der eklatante Mangel an Grün- und Erholungsflächen im Stadtteil kann nur durch neue Flächen behoben werden. Da Kalk eng bebaut ist und seit Jahren sowohl flächen- als auch bevölkerungsmäßig massiv verdichtet wird, nimmt der Druck auf die wenigen vorhandenen Naherholungsflächen sogar noch stark zu (siehe bspw. geplante Bebauung der Arcaden Parkhäuser). Entsprechend dürfen die letzten Brachflächen und Freiflächen nicht bebaut werden, sondern müssen als Naherholungsflächen aufgewertet werden. Beispiele sind die Brachfläche Kantstraße zwischen Kaiserin-Theophanu-Schule/Hallen Kalk/Neuerburgstraße/Wiersbergstraße, die Brache an der Ecke Heinrich-Bützler-Straße/Kapellenstraße und der Fred-Sauer-Platz.
2. Fehlende Straßenbäume nachpflanzen und bestehende Straßenbäume schützen
Nicht überall können größere Grünflächen geschaffen werden. Umso wichtiger ist jeder einzelne Straßenbaum. Dennoch gibt es zahlreiche Straßenzüge ohne einen einzigen Baum. Zudem wird eine klimagerechte Anpassung vieler Bäume durch zu kleine, verdichtete oder mit Autos beparkten Baumscheiben verhindert. Entsprechend muss das Konzept „Das Wasser muss zum Baum“ stark ausgeweitet, bestehende Baumscheiben aufgelockert, vergrößert und von Falschparkern freigehalten werden sowie möglichst viele Straßenbäume neu gepflanzt werden.
3. Vorhandene Grün- & Erholungsflächen updaten und pflegen
Die wenigen vorhandenen Grün- und Erholungsflächen wie der Breuerpark und der Park ohne Namen, der Bürgerpark, der Kalker Stadtgarten und die Innenhöfe zwischen Vietorstraße und Kalk-Mülheimer-Straße sind in mehr oder weniger gutem Zustand. Diese Flächen müssen nachhaltig aufgewertet sowie gepflegt werden und der Bevölkerung nachhaltig zugänglich gemacht werden.
4. Grün- & Erholungsflächen verbinden
Neben fehlenden Naherholungsflächen fehlt eine adäquate Verbindung der wenigen vorhandenen Flächen. Fuß- und Radwege zwischen den einzelnen Grün- & Erholungsflächen sollten stark begrünt werden und neue Wege zu größeren Grünflächen aus Kalk, wie z.B. zum Gremberger Wäldchen und zum Grünzug Westerwaldstraße, heraus angelegt werden.
Siehe hierzu unser Projekt „Grüne Wege Kalk“.
5. Grünen Rundweg anlegen
Kalk wird von allen Seiten durch breite Schneisen eingekesselt: Die Autobahnzubringer im Norden und Südwesten sowie die riesigen Bahntrassen und -flächen im Süden (Zubringer HBF & Messe/Deutz), Nordwesten (Deutzer Feld) und Osten (Güterbahnhof Kalk-Nord) trennen den Stadtteil stark von umliegenden Veedeln ab. Hier bietet sich aber auch eine Chance: Nach Vorbild des „Grüner Rücken Kalk“ soll ein begrünter Rundweg um Kalk und Humboldt/Gremberg herum angelegt werden. Eine genaue Beschreibung des Projekts ist in „Rechtsrheinische Perspektiven – Stadtplanung und Städtebau im postindustriellen Köln 1990 bis 2030“ aus dem Jahre 2010 zu finden. Eine Zusammenfassung ist unter nachfolgendem Link zu finden:
Forderungen an Verwaltung & Politik
- Ersatzpflanzungen müssen im unmittelbaren Umfeld vorgenommen werden, nicht mehr im gesamten Stadtbezirk Kalk oder sogar stadtweit
- Eine genaue Entfernungsdefinition ist zwingend nötig! Denn den Menschen ist nicht geholfen, wenn z.B. in der Thessaloniki-Allee Bäume gefällt werden, die Ersatzpflanzungen aber am anderen Ende des Veedels in der Dieselstraße gepflanzt werden.
- Alle Baumfällungen müssen transparent im öffentlichen Sitzungsteil der Bezirksvertretung Kalk thematisiert werden
- Bislang werden Anträge auf Baumfällungen komplett hinter verschlossenen Türen direkt an die Verteter*innen der Bezirksvertretung Kalk gestellt. Erheben diese innerhalb von 14 Tagen keine Einwände, gilt die Fällgenehmigung automatisch als erteilt. Für uns eine absolute Farce!
- Zudem wird für ein Bauvorhaben nicht eine große Fällgenehmigung gestellt, sondern für jede Planungsphase eine einzelne. So ist zu Beginn eines Bauvorhabens in keinster Weise absehbar, wieviele Bäume insgesamt gefällt werden müssen. Die politische Verweigerung eines späteren Fällantrages kann entsprechend zu Kostensteigerungen durch ggf. nötige Umplanungen und Verzögerungen oder gar zum vollständigen Baustopp und der Absage des gesamten Bauvorhabens führen.